Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Herr Jesus Christus, du bist gekommen, um alle Menschen in das Haus deines Vaters zu rufen. Herr, erbarme dich unser. Du hörst den lauten Ruf derer, die in Not zu dir flehen. Christus, erbarme dich unser. Du schenkst Trost und machst die Herzen neu im Glauben. Herr, erbarme dich unser.
„Herr, hilf mir!“
Dieser kurze, ergreifende Ruf der kanaanäischen Frau im heutigen Evangelium geht mitten ins Herz. Sie lässt sich nicht abweisen. Sie bleibt beharrlich, weil ihre Liebe zu ihrem Kind so unendlich groß ist. Und Jesus sieht diesen Glauben. Er blickt auf sie und sagt: „Frau, dein Glaube ist groß! Es geschehe dir, wie du willst.“
Im Buch Jesaja hören wir heute dieselbe Weite Gottes: Er will alle Menschen an seinen heiligen Berg führen und sie erfreuen in seinem Haus des Gebets. Gottes Barmherzigkeit kennt keine Grenzen. Seine Liebe umfängt jeden Einzelnen von uns.
Neun Wochen ist es nun her, dass euer geliebter Benjamin Vo heimgegangen ist zum Vater. Neun Wochen einer tiefen Sehnsucht und eines Schmerzes, der kaum Worte findet.
Wenn wir heute an Ben denken, erinnern wir uns an seine lebendige Fantasie, seine Begeisterung für die Vögel und die Flugzeuge am Himmel. Wie sehr konnte er strahlen und kichern, wenn er von seiner kleinen Idee erzählte, einer eigenen Fluggesellschaft namens „Con Chim Airlines“ … In diesem unbeschwerten Lächeln, in diesem staunenden Blick in den Himmel spürte man die reine, unverbildete Freude eines jungen Herzens.
Benjamin hatte einen wachen Verstand, aber vor allem ein Herz, das sich nach den Weiten des Himmels sehnte. Heute dürfen wir wissen: Ben fliegt nicht mehr nur in seinen Träumen. Er ruht geborgen im Haus des Vaters, von dem Jesaja spricht – in jenem Haus der Freude und des ewigen Friedens, wo es keine Schmerzen und keine Tränen mehr gibt. Gottes Gnade hat ihn aufgenommen, und diese Berufung zur Ewigkeit bleibt unwiderruflich.
Liebe Thao, lieber Alan: Eure Liebe zu Benjamin war und ist unermesslich – genau wie die Liebe jener Mutter im Evangelium. Tragt diesen Schmerz nicht allein. Jesus sieht eure Liebe. Er hält euer Herz in seinen Händen.
Lieber Ryan: Halte das fröhliche Lachen deines Bruders fest. Wenn du in den Himmel blickst, sei gewiss: Ben blickt voller Liebe auf dich herab und begleitet dich auf all deinen Wegen.
Und an alle Verwandten, Freunde und an alle, die von fern mitbeten – besonders an alle leidenden Kinder und die Familien, die ein schweres Kreuz tragen: Der Herr hört euer Rufen. Er nimmt euch auf in seine barmherzigen Arme.
Benjamin ist daheim bei Gott. Sein Lächeln bleibt in unseren Herzen, bis wir uns alle im Haus des Vaters wiedersehen.
Amen.
For the intentions entrusted to Ben on our prayer wall:
Dem Gebot des Herrn gehorsam und getreu seinem göttlichen Wort, wagen wir zu sprechen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Der Herr segne uns, er bewahre uns vor allem Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Amen.
✝ Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.