Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Herr Jesus Christus, du bist die Auferstehung und das Leben: Herr, erbarme dich unser. Du tröstest uns in den Stunden der Not und des Schmerzes: Christus, erbarme dich unser. Du führst uns vom Tod zum ewigen Leben: Herr, erbarme dich unser.
„Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben.“
Wie viel Schmerz, wie viel tiefste Menschlichkeit liegt in diesem Satz der heiligen Martha! Es ist derselbe ehrliche Schrei, den wir in der ersten Lesung bei Jeremia hören: „Warum ist mein Schmerz ohne Ende, warum will meine Wunde nicht heilen?“
Wenn ein geliebter Mensch von uns geht, schleicht sich in die Trauer oft eine leise, quälende Frage ein: *Hätten wir nicht...? Wären wir doch...?* Ein Schatten von falscher Schuld, der das Herz noch schwerer macht.
Doch hören wir genau hin, was Jesus antwortet. Auf das menschliche Klagen antwortet er nicht mit Vorwürfen. Er nimmt jede Schuld von den Liebenden ab. Wenn Jünger fragen, wer gesündigt habe, antwortet Jesus stets klar: *Weder er noch seine Eltern haben gesündigt.* Krankheit ist keine Strafe Gottes. Sie kommt nicht aus einem Versäumnis heraus.
Liebe Thao, lieber Alan: Ihr habt nichts übersehen. Ihr tragt keinerlei Schuld. Ihr habt Benjamin mit eurer ganzen Seele geliebt, beschützt und begleitet. Lasst diesen schweren Stein der Selbstbeschuldigung von eurem Herzen nehmen … Gott verurteilt euch nicht. Er hält euch in seinen Armen.
Sechs Wochen ist es nun her, seit euer lieber Benjamin heimgekehrt ist.
Wenn wir an Ben denken, sehen wir einen Jungen von unglaublicher Entschlossenheit. Er trug diese wunderschöne Haltung im Herzen: *Es zu versuchen, ist alles, was zählt.* Ob auf dem Badminton-Feld, wo Benjamin Vo mit voller Hingabe und großer Freude um jeden einzelnen Ball kämpfte, oder wenn er fasziniert in den Himmel blickte und den Flugzeugen nachträumte … Ben gab immer alles. Mit Ausdauer, Mut und einem reinen Herzen.
Diese Hingabe war ein Geschenk für seine „perfekten vier“ – für Papa, Mama, Ryan und ihn.
Jesus sagt zu Martha: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ Benjamin ist nicht verloren. Er hat seinen Lauf vollendet und ruht geborgen in Gottes Licht.
Lieber Ryan, halte die Hand deiner Eltern und gehe deinen Weg mutig weiter. Dein Bruder passt vom Himmel aus auf dich auf.
Und an alle Familien aus der Ferne, an jedes kranke Kind, das schweres Leid trägt: Gott sieht eure Tränen. Er ist eure Zuflucht am Tag der Not, und seine Liebe verlässt euch niemals. Amen.
For the intentions entrusted to Ben on our prayer wall:
Dem Gebot des Herrn gehorsam und getreu seinem göttlichen Wort, wagen wir zu sprechen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Der Herr segne uns, er bewahre uns vor allem Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Amen.
✝ Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.