Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Herzlich willkommen zu unserer Liturgie des Wortes und des Gebetes. Möge die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes mit euch allen sein.
Herr Jesus Christus, du bist unser Weg und unsere Ruhe. Herr, erbarme dich. Du bist die Quelle unseres Trostes. Christus, erbarme dich. Du rufst uns alle zu dir. Herr, erbarme dich.
Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
Die Lesungen des heutigen Tages sind erfüllt von Sehnsucht und Trost. Der Prophet Jesaja spricht davon, wie die Seele nach dem Herrn verlangt, wie wir in unserer Bedrängnis zu ihm rufen. Und dann diese wunderbaren Worte: „Deine Toten werden leben, ihre Leichen werden auferstehen.“ Was für eine Verheißung, die uns mitten in unseren Fragen und Schmerzen begegnet!
Und dann hören wir Jesus selbst, der uns zuruft: „Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ Das ist die Einladung, die uns heute ganz besonders ins Herz sprechen will. Eine Einladung an jeden von uns, der eine Last trägt, der Kummer hat, der sich nach Ruhe sehnt.
Vor vier Wochen ist unser lieber Benjamin von uns gegangen. Vier Wochen, in denen die Welt für seine Eltern, seine Familie und Freunde eine andere geworden ist. Vier Wochen, in denen die Sehnsucht nach ihm, nach seinem Lächeln, nach seiner sanften Art, gewachsen ist. Ich erinnere mich, wie Ben mit leuchtenden Augen über die Boeing 737 sprechen konnte, über die Technik, die dahintersteckt. Er hatte eine solche Neugier, eine solche Freude am Entdecken, besonders wenn er mit seinem Vater die Flugzeuge am Flughafen beobachtete. Diese kindliche Begeisterung, dieser unschuldige Blick auf die Welt, ist etwas, das uns alle berührt hat.
Benjamin ist jetzt bei dem Herrn, der uns zuruft: „Ich will euch erquicken.“ Er hat seine Ruhe gefunden, die Ruhe, die Jesus verspricht. Für uns, die wir zurückbleiben, ist dieser Ruf Jesu ein Anker. Es ist die Einladung, unsere Last, unseren Schmerz, unsere Trauer nicht allein zu tragen. Jesus weiß, wie tief unser Leid sein kann, und er bietet uns seine Schulter an, sein leichtes Joch, das uns nicht erdrückt, sondern trägt.
Liebe Eltern von Ben, liebe Thao und lieber Alan, lieber Ryan, sein Bruder, liebe Tanten, Onkel und alle, die Benjamin geliebt haben: Jesus sieht eure Tränen. Er sieht eure Müdigkeit. Er sieht die Leere, die Ben hinterlassen hat. Er ist da, um euch zu halten, um euch Kraft zu geben, um euch zu zeigen, dass die Liebe, die ihr für Benjamin empfindet, niemals vergeht. Sie wird verwandelt in eine Quelle der Hoffnung, die euch weiterleben lässt, auch für Ryan, der euch so sehr braucht.
Und an alle, die heute von fern zuschauen, besonders an andere Kinder, die leiden, und an jede Familie, die ein schweres Kreuz trägt: Ihr seid nicht allein. Gott sieht euch. Er hält euch. Er versteht eure Schmerzen und bietet euch denselben Trost an, den er uns heute in seinem Wort schenkt. Kommt zu Jesus, mit allem, was euch belastet. Er ist der Gott des Trostes, der Gott der Hoffnung, der Gott, der uns auch im dunkelsten Tal nicht verlässt.
Möge Benjamins Leben, seine sanfte Seele und sein Glaube uns daran erinnern, dass Gott uns immer nahe ist, und dass die Liebe stärker ist als der Tod. Amen.
For the intentions entrusted to Ben on our prayer wall:
Dem Gebot des Herrn gehorsam und getreu seinem göttlichen Wort, wagen wir zu sprechen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Der Herr segne uns und behüte uns, er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. Er wende uns sein Angesicht zu und schenke uns seinen Frieden. Amen.
✝ Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.