Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Herr Jesus Christus, du rufst die Kleinen zu dir und schenkst ihnen das Himmelreich. Herr, erbarme dich unser. Herr Jesus Christus, du bist der gute Hirt, der kein einziges deiner Schafe verloren gehen lässt. Christus, erbarme dich unser. Herr Jesus Christus, deine Engel schauen allzeit das Angesicht des Vaters. Herr, erbarme dich unser.
„Wer ist wohl der Größte im Himmelreich?“
Diese Frage beschäftigte die Jünger. Sie dachten an Macht, an Klugheit, an Rangordnungen. Doch Jesus antwortet ihnen nicht mit einer Gelehrtenrede. Er ruft einfach ein Kind herbei, stellt es mitten unter sie und sagt: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht hineinkommen.
Ein Kind besitzt eine ganz eigene, reine Freude. Es staunt, es träumt, es liebt ohne Vorbehalte.
Der Prophet Ezechiel bekommt in der ersten Lesung eine Buchrolle gereicht, auf der Klagen und Seufzer geschrieben stehen. Doch als er sie in sich aufnimmt, schmeckt sie in seinem Mund süß wie Honig. Wie kann das sein? Weil Gottes Wort mitten in der dunkelsten Trauer eine Süße birgt, die die Welt nicht geben kann – die Süße der Liebe Gottes, die alles überdauert.
Acht Wochen ist es nun her, dass euer geliebter Benjamin Vo heimgegangen ist zum Vater.
Wenn wir an Ben denken, sehen wir genau dieses kindliche Staunen, von dem Jesus heute spricht. Ben war ein Junge von außergewöhnlichem Verstand, doch in seinem Herzen wohnte eine wunderbare, heitere Leichtigkeit. Erinnern wir uns daran, wie seine Augen leuchteten und wie er kicherte, wenn er von Vögeln und Flugzeugen erzählte – wie er schmunzelnd von seiner eigenen, erfundenen Fluggesellschaft „Con Chim Airlines“ sprach! In diesem Lachen lag ein Stück Himmel. Benjamin hatte die Fähigkeit, die Welt mit Staunen zu betrachten und Freude zu verschenken.
Jesus verspricht uns heute im Evangelium ganz ausdrücklich: „Es ist nicht der Wille eures Vaters im Himmel, dass einer von diesen Kleinen verloren geht.“
Manchmal tragen Eltern und Angehörige in der Stillen der Trauer eine schwere, ungeratene Last im Herzen. Sie fragen sich: Hätten wir mehr tun können? Haben wir etwas übersehen? Gott sagt euch heute durch sein Wort ganz sanft: Nein. Ihr habt nichts versäumt. Krankheit ist niemals eine Strafe und keine Schuld. Ihr habt Ben mit vollkommener Liebe umfangen. Er ist nicht verloren gegangen.
Seine Engel schauen jetzt das Angesicht des Vaters. Und Benjamin selbst ruht geborgen in dieser ewigen Liebe.
Liebe Thao, lieber Alan: Der Schmerz nach acht Wochen ist riesengroß. Doch Jesus, der gute Hirt, hält euch fest umschlungen. Er trägt euch durch diese schweren Tage.
Lieber Ryan: Bewahre das fröhliche Lachen deines Bruders in deinem Herzen. Träume weiter, lebe weiter – Ben schaut mit Stolz und Liebe auf dich.
Und an alle, die von fern mitbeten, besonders an alle kranken Kinder und Familien mit schwerem Kreuz: Blickt auf das Kind in der Mitte. Gott vergisst keinen Einzigen von euch.
Benjamin ist im Frieden des Himmels. Seine Freude bleibt für immer bei uns.
Amen.
For the intentions entrusted to Ben on our prayer wall:
Dem Gebot des Herrn gehorsam und getreu seinem göttlichen Wort, wagen wir zu sprechen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Der Herr segne uns, er bewahre uns vor allem Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
✝ Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.