Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Der Herr sei mit euch.
Herr, erbarme dich. Christus, erbarme dich. Herr, erbarme dich.
Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
die heutigen Lesungen öffnen uns das Herz für die Größe Gottes und die besondere Rolle Mariens in seinem Heilsplan. Die erste Lesung aus der Offenbarung zeigt uns eine Frau, die mit der Sonne bekleidet ist – ein mächtiges Bild für Maria, die Mutter Jesu, die in den Himmel aufgenommen wurde und die Herrlichkeit Gottes widerspiegelt. Und dann hören wir im Evangelium, wie Maria selbst, erfüllt vom Heiligen Geist, ausruft: „Meine Seele preist die Größe des Herrn; mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.“
Was für ein Jubel! Was für eine Hingabe! Maria eilt zu Elisabeth, und schon bei ihrem Gruß springt das Kind in Elisabeths Schoß vor Freude. Es ist eine Freude, die ansteckt, eine Freude, die von Gottes Nähe und seinem Wirken in der Welt spricht. Maria, die junge Frau aus Nazareth, wird zum Kanal der Gnade, zum Zeichen der Hoffnung.
Und der Apostel Paulus erinnert uns in der zweiten Lesung an die ultimative Hoffnung: „Christus ist von den Toten auferweckt worden als der Erstling der Entschlafenen.“ Er spricht vom Sieg über den Tod, dem letzten Feind, der zerstört werden wird. In Christus werden wir alle lebendig gemacht.
Neun Wochen ist es nun her, dass euer geliebter Benjamin Vo heimgegangen ist zum Vater. Neun Wochen, in denen der Schmerz oft so groß ist, dass es schwerfällt, zu jubeln oder überhaupt Hoffnung zu sehen. Doch gerade in solchen Zeiten lädt uns das Wort Gottes ein, unseren Blick zu weiten.
Ben war ein Junge, dessen Herz eine tiefe Freundlichkeit ausstrahlte, ein Lächeln, das ansteckte. Seine Familie erinnert sich, wie er auf einem Boot saß, zwischen seiner Mutter und seinem Vater, und ein strahlendes Lächeln zeigte, während seine Kreuzkette das Licht fing. Dieses Lächeln, diese reine Freude, war ein Geschenk, das er mit der Welt teilte. Es war ein Echo der Freude, die Maria in ihrem Magnificat ausdrückt – eine Freude, die nicht von äußeren Umständen abhängt, sondern aus der Gewissheit entspringt, von Gott geliebt zu sein.
Benjamin ist nun bei Gott, im Licht, das niemals erlischt. Und wie Maria, die Mutter der Hoffnung, uns heute zeigt, ist auch Ben nun ein Teil dieser himmlischen Wirklichkeit. Er ruht in der Herrlichkeit Gottes, und seine Liebe wirkt weiter. Er ist nicht verloren, sondern geborgen im großen Geheimnis, das Paulus uns heute verkündet: dass in Christus alles zum Leben erweckt wird.
Liebe Thao, lieber Alan, lieber Ryan: Euer Herz trägt eine unermessliche Last. Doch Maria, die Mutter der Schmerzen und der Hoffnung, ist euch nahe. Sie versteht euren Schmerz und sie hält euch. Und Ben, euer geliebter Sohn und Bruder, ist im Licht. Seine strahlende Freude ist nun Teil der ewigen Freude Gottes.
Und an alle, die von fern mitbeten – besonders an andere Kinder, die leiden, und an jede Familie, die ein schweres Kreuz trägt: Ihr seid nicht allein. Gott sieht eure Tränen. Er hält euch in seiner unendlichen Liebe. Lasst euch von der Hoffnung tragen, die uns Maria heute schenkt, und von der Gewissheit, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Christus hat gesiegt.
Amen.
For the intentions entrusted to Ben on our prayer wall:
Dem Gebot des Herrn gehorsam und getreu seinem göttlichen Wort, wagen wir zu sprechen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Der Herr segne und behüte euch. Er lasse sein Angesicht über euch leuchten und schenke euch seinen Frieden. Amen.
✝ Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.