Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus, die Liebe Gottes des Vaters und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.
Array
Mitten in der Nacht, mitten auf dem See. Der Wind bläst von vorne, die Wellen schlagen gegen das Boot. Und da kommt Jesus … er geht über das Wasser.
Die Jünger erschrecken. Doch Jesus sagt diesen einen Satz, der durch alle Stürme der Menschheitsgeschichte hallt: „Habt Vertrauen! Ich bin es; fürchtet euch nicht.“
Petrus wagt den ersten Schritt auf das schwankende Wasser. Solange sein Blick auf Jesus gerichtet ist, trägt das Unmögliche. Doch als er auf den starken Wind blickt, bekommt er Angst und beginnt zu sinken. Sein Ruf ist kurz, ehrlich und schreiend laut: „Herr, rette mich!“ Und was tut Jesus? Augenblicklich streckt er seine Hand aus und ergreift ihn.
Sieben Wochen sind es nun her, dass euer lieber Benjamin Vo heimgegangen ist zum Vater.
Wenn wir an Ben denken, sehen wir einen Jungen mit einem wahrhaft außergewöhnlichen Verstand. Schon mit dreizehn, vierzehn Jahren faszinierten ihn die komplexen Welten der Informatik, künstliche Intelligenz und moderne Cloud-Systeme. Er besaß eine natürliche Begabung für Logik und Mathematik, die viele Staunen ließ. Doch bei all dieser gedanklichen Schärfe trug Benjamin ein zutiefst einfaches, sanftes Vertrauen im Herzen. Er wusste, dass es im Leben Dinge gibt, die größer sind als jede Berechnung … Dinge, die man nur mit dem Herzen versteht.
In den Stürmen der Trauer stößt menschliche Logik an ihre Grenzen. Keine Formel der Welt kann erklären, warum ein so leuchtender Junge so früh heim gerufen wurde.
Aber das Evangelium gibt uns keine Formel. Es gibt uns eine Hand.
Jene Hand, die Jesus dem sinkenden Petrus entgegenstreckt. Benjamin ruht heute in dieser Hand Jesu. Er hat den Weg über das Wasser vollendet und ist geborgen am ewigen Ufer, wo kein Sturm mehr weht.
Liebe Thao, lieber Alan: Euer Schmerz in diesen Wochen ist wie der Wind in der Nacht. Doch der Herr verlässt euer Boot nicht. Er hält euch fest, wenn die Wellen hoch schlagen. Lasst euch von seiner Sanftmut tragen.
Lieber Ryan: Gehe deinen Weg mit Zuversicht Schritt für Schritt weiter. Dein großer Bruder sieht dich, beschützt dich und schaut mit Stolz auf dich herab.
Und an euch alle, die ihr von fern mit uns betet – besonders an alle leidenden Kinder und jede Familie, die heute unter einer schweren Last beugt: Fürchtet euch nicht. Die Hand Christi ist nie zu kurz, um zu retten und zu trösten.
Amen.
For the intentions entrusted to Ben on our prayer wall:
Dem Gebot des Herrn gehorsam und getreu seinem göttlichen Wort, wagen wir zu sprechen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Der Herr segne uns, er bewahre uns vor allem Unheil und führe uns zum ewigen Leben. Amen.
✝ Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.