Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Der Herr sei mit euch allen! Herzlich willkommen zu unserer heutigen Liturgie des Wortes und des Gebetes.
Herr Jesus Christus, du bist unser Hirte und unser Erlöser. Herr, erbarme dich. Christus, du bist die Barmherzigkeit des Vaters. Christus, erbarme dich. Herr, du schenkst uns Vergebung und neues Leben. Herr, erbarme dich.
Liebe Schwestern und Brüder in Christus,
Die Lesungen des heutigen Tages laden uns ein, über die wahre Familie Gottes nachzudenken. Im Evangelium hören wir, wie Jesus zu den Menschen spricht, und dann wird ihm gesagt: „Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen mit dir sprechen.“ Und Jesu Antwort ist überraschend, nicht wahr? Er fragt: „Wer ist meine Mutter, und wer sind meine Brüder?“ Und dann, mit einer Geste, die seine Jünger einschließt, sagt er: „Das sind meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen meines himmlischen Vaters tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“
Was für eine tiefgreifende Aussage! Jesus erweitert den Begriff der Familie weit über die Blutsverwandtschaft hinaus. Er schafft eine neue Gemeinschaft, die auf dem Hören und Tun des Willens Gottes basiert. Es geht nicht darum, wer wir von Natur aus sind, sondern darum, wem wir uns in unserem Herzen zuwenden, wessen Ruf wir folgen. Das ist eine Familie, die durch Glauben und Liebe verbunden ist, eine Familie, in der jeder willkommen ist, der sich nach Gott sehnt.
Und diese göttliche Barmherzigkeit, die uns in diese Familie aufnimmt, wird uns auch in der ersten Lesung aus dem Buch Micha zugesagt. Dort heißt es: „Wer ist ein Gott wie du, der Schuld vergibt und Sünde verzeiht dem Rest seines Erbteils? Er hält seinen Zorn nicht für immer fest, denn er hat Freude an der Gnade.“ Gott ist ein Gott, der uns nicht auf unsere Fehler festnagelt, sondern der uns immer wieder seine Hand reicht, uns vergibt und uns in seine liebevolle Gemeinschaft aufnimmt. Er ist der Hirte, der seine Herde weidet, der uns Zeichen seiner Liebe zeigt, so wie er es in den Tagen Israels getan hat.
Fünf Wochen sind vergangen, seit unser lieber Benjamin von uns gegangen ist. Fünf Wochen, in denen seine Familie und Freunde die Leere spüren, die er hinterlassen hat. Und doch, in diesen Tagen der Trauer, dürfen wir uns an dieses Evangelium erinnern: Benjamin ist Teil der Familie Gottes. Er hat den Willen des himmlischen Vaters auf seine Weise getan, durch sein sanftes Wesen, durch die Liebe, die er empfing und weitergab. Seine Familie erinnert sich, wie er mit seinem jüngeren Bruder Ryan eine so tiefe und schöne Bindung teilte, eine Freundschaft, die über das normale Geschwisterverhältnis hinausging. Diese Liebe, diese Verbundenheit, ist ein Echo der göttlichen Liebe, die uns alle in Gottes Familie zusammenführt.
Liebe Thao und Alan, lieber Ryan, sein Bruder, liebe Tanten, Onkel und all jene, die Benjamin geliebt haben: Gott sieht euren Schmerz. Er sieht eure Trauer. Aber er sieht auch die Liebe, die Ben euch geschenkt hat, und die Liebe, die ihr ihm geschenkt habt. Diese Liebe ist nicht verloren. Sie ist ein Teil jener größeren Familie Gottes, in die Benjamin nun aufgenommen ist. Lasst euch trösten von der Gewissheit, dass Benjamin in dieser göttlichen Familie geborgen ist, und dass ihr durch eure Liebe und euren Glauben mit ihm verbunden bleibt. Besonders Ryan, du bist ein wichtiger Teil dieser Familie, und deine Eltern brauchen dich jetzt mehr denn je.
Und an alle, die heute von fern zuschauen, besonders an andere Kinder, die leiden, und an jede Familie, die ein schweres Kreuz trägt: Ihr seid nicht allein. Gott ist mit euch. Er lädt euch ein in seine Familie, wo Barmherzigkeit und Vergebung herrschen. Er ist der Gott, der euch hält, der euch tröstet und der euch Hoffnung gibt, auch wenn der Weg steinig ist. Möge Benjamins Leben, seine liebevolle Art und sein Platz in Gottes Familie uns alle daran erinnern, dass wir niemals allein sind und dass Gottes Liebe uns immer umgibt. Amen.
For the intentions entrusted to Ben on our prayer wall:
Dem Gebot des Herrn gehorsam und getreu seinem göttlichen Wort, wagen wir zu sprechen:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Der Herr segne uns und behüte uns, er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. Er wende uns sein Angesicht zu und schenke uns Frieden. Amen. Gehet hin in Frieden.
✝ Es segne euch der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.